Meine GaOP – Mein Brustaufbau bei Dr. Cvetan Taskov in Klinikum Landkreis Erding

Hallo liebe*r Besucher*in,

wie Du Dich vielleicht erinnerst, stand noch eine Sache bei mir aus. Nachdem ich ja im Januar 2018 meine erste und im August 2018 meine zweite geschlchtsangleichende Operation bei Dr. Markovsky in München-Bogenhausen hatte, und ich nach zweieinhalb Jahren Hormonersatztherapie nicht mal ein A-Körbchen entwickelte hatte, stand für mich fest, das ich auch noch einen Brustaufbau machen lassen möchte.

Aufgrund meines Ergebnisses der geschlechtsangleichenden Operationen bei Dr. Markovsky in Bogenhausen, war ich absolut überzeugt von ihm, seinem Team und seinen Leistungen. Leider war es aber zu dem Zeitpunkt so, das keine Brustaufbauenede Operationen in Bogenhausen durchgeführt wurden.

Im April letzten Jahres war ja der Dr. Cvetan Taskov bei uns in Radolfzell in meiner Selbsthilfegruppe zu Gast und hat dort einen vierstündigen Vortrag gehalten über seine Operationsmethoden, sowohl für Mann-zu-Frau, Frau-zu-Mann und auch für den Brustaufbau. Schon damals stand für mich fest, das ich für meinen Brustaufbau zu Dr. Taskov gehen werde.

Und so vereinbarte ich also einen Termin bei Dr. Taskov im Klinikum Landkreis Erding für das Vorgespräch, das Ausmessen der vorhandenen Brust und das Erstellen der benötigten Fotodokumentation für den Antrag bei der Krankenkasse (BKK VBU).

Es war toll, Herrn Dr. Taskov dann am 07. September 2018 wieder zu sehen und wir, also Dr. Taskov, Michelle und ich, haben uns lange und ausführlich unterhalten. Herr Dr. Taskov machte dann noch Fotos von meiner Brust und wir besprachen dann, wie wir den Brustaufbau vornehmen wollten.

Wir einigten uns dann auf runde Implantate mit 520 Milliliter pro Implantat. Sie sollten unter den Brustmuskel eingesetzt werden und zwar über einen kreisrunden Schnitt um den Warzenhof herum.

Der Schnitt um den Warzenhof herum hatte zwei wichtige Gründe:

Zum Einen sieht man die Narbe nachher so gut wie gar nicht mehr und zum Anderen ist es bei männlichen Körpern so, dass die Brustwarzen etwas weiter aussen sitzen, als bei weiblichen Körpern. Und so können Diese dann gleichzeitig auch noch etwas nach innen versetzt werden um ein authentischeres und natürlicheres Ergebnis zu bekommen.

Es dauerte dann auch keine zwei Wochen, dann war der Arztbrief von Herrn Dr. Taskov mit der Fotodokumentation in meinem Briefkasten und ich konnte den Antrag auf Kostenübernahme meines Brustaufbaus an meine Krankenkasse (BKK VBU) schicken. Drei Wochen später war die Kostenzusage da und ich vereinbarte den Termin für den Brustaufbau mit dem Patientenmanagement des Klinikums Landkreis Erding.

Am 07.02.2019 sollte ich nach Erding kommen für die stationäre Aufnahme und die Vorabgespräche mit dem Anästhesiearzt und was da sonst noch so dazu gehört. Die Operation selbst war für den Morgen des 08.02.2019 dann angesetzt.

Es war alles recht unspektakulär. Am Morgen des 08.02.2019 bekam ich dann mein OP-Hemdchen und diese überaus modische Netz-Unterhose, die ich anziehen sollte, wurde dann in den Vorbereitungsraum geschoben und wie ans Kreuz genagelt dann verkabelt, mit den Armen weit von mir gestreckt.

Kurz darauf wurde ich dann auch schon narkotisiert und wachte einen Sekundenbruchteil oder einen Wimpernschlag später im Aufwachraum wieder auf. Lustigerweise war ich sofort komplett wach und fit und wurde dann auch sehr bald wieder in mein Krankenzimmer geschoben.

Am gleichen Tag kam danna uch noch der Dr. Taskov zu mir und wir unterhielten uns kurz über die Operation. Dabei teilte er mir dann Folgendes mit:

“Die 520 Milliliter wären bei Ihnen irgendwie untergegangen, deshalb entschied ich mich direkt die größten Implantate mit 545 Milliliter zu benutzen, die wir bestellt hatten.”

Ich fand es extrem toll, das er sich nicht auf die 520 Milliliter festgelegt hatte, denn es sollte ja zum Körper passen und man sieht erst, wie es aussieht, wenn die Implantate dann drin sind. Und so hatte er wohl die 520 ml Implantate ausprobiert und sich dann für die Größeren entschieden.

Ich war sehr erstaunt darüber, das ich keinerlei Schmerzen hatte und auch keinen richtigen Verband bekommen habe, sondern nur ein paar Pflaster. Abends verlangte ich bei der Schwester dann auch nur ein Schlafmittel, da ich eigentlich Seitenschläferin bin, aber für die nächsten sechs oder sieben Wochen nicht auf der Seite schlafen durfte.

Am 5. oder 6. Tag nach der Operation wurden dann auch schon die Drainagen entfernt, die bis dahin das Wundwasser abgesaugt hatten.

Nach 12 Tagen wurde ich dann aus der Klinik, entlassen.

Die Eine oder der Andrere mag sich jetzt fragen, wieso ich so lange in der Klinik bleiben musste und das hatte in meinem Fall einen besonderen Grund:

Aufgrund dessen, das ich nun so lange dort drin war, hat die gesetzliche Krankenkasse entsprechend viel Geld an die Klinik überwiesen. Und wieder aufgrund dessen konnte nun wohl – so hat es mir der Dr. Taskov erklärt – durchgesetzt werden, das zukünftige Operationen günstiger werden und zukünftige Patienten nicht mehr so lange in der Klinik bleiben müssen.

Tja, nun ist dieser Brustaufbau auch schon wieder vier Wochen her und so sieht es aktuell aus:

Ich denke, das bisherige Ergebnis spricht tatsächlich für sich und vor allem für meine Entscheidung, zu Dr. Taskov zu gehen.

Aktuell ist es immer noch ein wenig geschwollen, vor allem unter den Implantaten muss noch ein wenig die Schwellung zurück gehen. Die Fäden wurden vor zwei Wochen von meiner Hausärztin gezogen und auch das war absolut schmerzfrei.

Ich freue mich schon sehr darauf, endlich dann im Sommer einen Bikini anziehen zu können!

Vielen, vielen Dank Herr Dr. Cvetan Taskov für ein wunderschönes Ergebnis!!!

 

 

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Über Christin Löhner 105 Artikel
Christin Löhner ist selbst eine Frau mit transsexueller Vergangenheit. Vergangenheit deshalb, weil sie sämtliche Operationen hinter sich hat und ganz im weiblichen Körper angekommen ist. Sie ist die Gründerin und Leiterin der einzigen Selbsthilfeinitiative zum Thema Transsexualität im Bereich Hegau, Schwarzwald-Baar-Kreis, Allgäu und Bodenseekreis, der Trans* SHG Hegau. Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. und begleitet und berät weit über hundert transsexuelle Menschen Deutschland weit mit Tipps und Infos zum Passing, zur Rechtslage, zum Transsexuellengesetz, den Operationen, sowie Mode- und Stilberatung und Makeup-Workshops. Durch ihre Arbeit und ihr soziales Engagement, ihre Vorträge und Seminare zum Thema geschlechtliche Vielfalt, Transsexualität, Transphobie, Toleranz, Mobbing und Diskriminierung an Unis, Schulen und sozialen Einrichtungen, versucht sie sich für ihre Mitbetroffenen einzusetzen und stemmt sich vehement gegen Ungerechtigkeit, Mobbing und Diskriminierung. Auch mit Dokumentationen im Fernsehen, Zeitungen und Radio setzt sie sich immer wieder für die Rechte von transsexuellen Menschen ein und klärt die Öffentlichkeit über dieses Thema auf. Bloggerin, Webentwicklerin, Linux- und Serveradmin, Coffee Junkie, Trans*Beraterin, Trans*Begleiterin, Transgender, Transfrau, MzF

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