Meine Autobiographie – Ein Auszug aus Kapitel 10 – Das erste, wirklich schöne Erlebnis

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Wie versprochen, schreibe ich fleißig an meiner Autobiographie weiter und ich möchte Dir ja auch ein wenig den Mund wässrig machen. Du bist sicher schon gespannt, wie es in meiner Autobiographie weiter geht, nachdem Du sicher die letzte Vorschau aus Kapitel 5 (siehe letzter Beitrag) gelesen hast.

Nun, hier zeige ich Dir einen Einblick in Kapitel 10. Und dies ist das erste Erlebnis in meinem Leben, das wirklich sehr, sehr schön war und an das ich immer wieder gerne zurück denke.


Kapitel 10 – André

Dort in diese Kneipe in Ulm kam eines Tages ein Mann herein, den ich vorher noch nie gesehen hatte und den ich rein optisch, von Anfang an höchst interessant und anziehend fand. Es dauerte auch nicht lang, bis ich mich zu ihm setzte und er sich mir als André vorstellte. Er war sicher 20 Jahre älter als ich, also so um die Ende 30, vielleicht sogar Anfang 40 und er war auf den Zentimeter fast genau so groß wie ich.

Er war ein überdurchschnittlich hübscher Mann, dem man aber auch ansah, das es ihm nicht nur finanziell gut ging. Man merkte, das es ihm auch seelisch und psychisch sehr gut ging. Er war eine gefestigte Person, mit einem starken Willen, er wusste was er wollte und er liebte seinen Beruf als Immobilienmakler.

André war ein sehr charismatischer Mann. Ich merkte sehr schnell, das er ziemlich dominant war und keinen Widerspruch duldete. Er war sehr nett und verständnisvoll und auch mit ihm unterhielt ich mich viel und oft, denn er kam von da an dann auch fast jeden Tag in die Kneipe.

Sehr schnell fassten wir Vertrauen zueinander und die Tatsache, das er vom ersten Tag an dann auf einmal auch fast jeden Tag in dieser Kneipe war und sich mit mir unterhielt, lag wohl daran, das er auch mich recht interessant fand.

Es gab sogar Tage, wo er schon in der Kneipe war bevor ich dann herein kam und ich sah in solchen Momenten dann immer sofort, das sich sein Gesicht schlagartig aufhellte und ein erwartungsvolles Lächeln auf seinen Lippen entstand, sobald er mich sah.

So ging es einige Wochen und ich fand es sehr schön, mich mit ihm zu unterhalten. Ich denke, ich sah ihn ein wenig als Vaterfigur an.

Eines Tages fragte er mich, ob ich sehen wolle, wo und wie er wohnte und natürlich stimmte ich zu. Ich war sehr gespannt darauf, mehr über ihn zu erfahren und sein privates Umfeld kennen zu lernen.

Also bezahlten wir bei einem der griechischen Brüder unsere Rechnungen, wobei es recht häufig vorkam, das André meine Rechnung übernahm, ohne das ich ihn darum gebeten hätte. Oft sträubte ich mich auch dagegen.

Dann verließen wir gemeinsam die Kneipe und ich folgte ihm an seiner Seite zu seinem Auto. Als wir an seinem Auto ankamen, war ich gar nicht so sehr überrascht, dort einen roten Alfa Romeo Spider zu sehen, den er auf schloss.

Er öffnete mir die Beifahrertür und ließ mich einsteigen, dann ging er vorne um das Auto herum und stieg selbst ein.

Ich folgte ihm dabei mit meinem Blick, bis er selbst saß. Er sah mich an, sah meinen Blick, legte daraufhin seine rechte Hand auf meinen Oberschenkel und fragte nur, in einem leisen und verständnisvollen Ton: „Möchtest Du doch nicht mitkommen?“

Ich war mir absolut sicher, hätte ich damals „Nein“ gesagt und wäre wieder ausgestiegen, wäre er nicht einmal ansatzweise sauer gewesen, sondern hätte nur lächelnd genickt und gesagt: „Nun, dann vielleicht ein andermal.“.

Stattdessen schüttelte ich daraufhin aber nur, vielleicht etwas zu hastig, den Kopf und lächelte ihn an. Ich war in dem Moment völlig unfähig etwas zu sagen, musste wohl eher einen dicken Kloß herunter schlucken. Und wie ich mitfahren wollte!

André startete den Motor, fuhr gekonnt aus der Parklücke heraus und wir machten uns auf den Weg zu seiner Wohnung – dachte ich.

Als wir am Ziel ankamen, bekam ich nur noch mit, wie er rechts in eine Auffahrt einbog, wo sich automatisch ein Garagentor öffnete – das einzige Garagentor neben einem Haus, das für mich in diesem Moment so groß und imposant aussah wie ein Schloss. Und schon waren wir in der Garage verschwunden.

Er machte den Motor aus, stieg aus, ging um den Wagen herum und machte mir erneut die Beifahrertür auf, während ich noch den Griff zum Öffnen der Tür suchte.

Ich stieg aus und folgte ihm dann zu der Tür, die in der Seite der Garage eingelassen war. Er öffnete sie und erst dann sah ich, das die Tür direkt in das Haus führte, ohne das man hinaus ins Freie musste. Während ich ihm um den Wagen herum zu dieser Tür folgte, ging automatisch das Tor der Garage wieder zu.

André blieb an der Tür stehen und ließ mich zuerst eintreten, wobei er dabei seine Hand zwischen meine Schulterblätter legte und – als ich langsam durch die Tür ging – nach unten gleiten ließ. Bevor seine Hand aber in die Nähe meines Pos kam, war sie auch schon wieder verschwunden.

Als ich durch die Tür trat und auf dem Boden diese großen, weißen Fliesen mit einem ganz hellgrauen Marmormuster sah, wusste ich, diesem Mann geht es wirklich gut, zumindest finanziell. Wir gingen einen kurzen, weiß gestrichenen Ganz entlang, bis wir zu einer Holztreppe kamen, die nach oben führte. Oben angekommen, verschlug es mir den Atem.

Die Treppe mündete direkt in einen riesigen, sehr hellen Raum und man sah direkt auf eine tolle, moderne Küche mit einer großen Kochinsel und einer Bar. Wandte man sich nach rechts, so sah man direkt in den Wohnbereich, der ebenfalls sehr hell und modern, beinahe spartanisch eingerichtet war. Überall waren diese großen, weißen Marmorfliesen mit dem hellgrauen Muster und sowohl die Küche, als auch die große Sofalandschaft, die Sessel und der Teppich auf dem alles stand, waren weiß. An den Wänden waren einige geschwungene Spiegel zwischen den Fenstern, die von der Decke des Raumes, bis zum Boden reichten.

Zwischen dem ganzen weiß der Möbel, fanden sich immer wieder einige, ebenfalls helle Naturholz-Elemente, wie zum Beispiel der niedrige Wohnzimmertisch zwischen den Sesseln und dem Sofa, oder eine Kommode an einer Wand.

Wandte man sich noch weiter nach rechts, befand sich dort eine große Glastür, die dann in einen Flur führte, von wo aus man in andere Räume und in den ersten Stock gelangte.

André tippte mir auf die Schulter, denn er hatte wohl mein Staunen bemerkt. Er ging an mir vorbei in Richtung Küche und fragte im Vorbeigehen, ob ich was zu trinken haben möchte.

Ich zuckte leicht zusammen, überlegte dann kurz worauf ich Lust hätte und sagte dann etwas zaghaft: „Ne Limo?“.

Er lachte kurz und sagte dann, während er den Kühlschrank auf machte und eine Flasche Sekt heraus holte und in meine Richtung hielt: „Limo habe ich natürlich auch da, aber steht Dir der Sinn nicht eher nach so etwas?“.

Ich nickte nur, nahm meinen Rucksack ab, den ich immer bei mir trug, da er meine gesamten Habseligkeiten enthielt, stellte ihn neben die Tür zur Treppe zur Garage an die Wand und ging dann langsam an die Bar, die auch in hellem Naturholz gehalten war. Davor standen vier Barhocker mit einem weißen Lederbezug.

André ging zu einer großen Vitrine, die zwischen der Küche und dem Wohnbereich stand, öffnete sie und holte zwei Sektgläser heraus. Dann ging er, mich anlächelnd, in den Wohnbereich zum Sofa, stellte die Flasche und die Gläser auf den Holztisch, auf dem eine große Glasplatte aufgelegt war und begann dann die Flasche auf zu machen. Ich folgte ihm mit den Augen, ging ihm dann hinterher und setzte mich in die Mitte des gemütlichsten Sofas, auf dem ich jemals gesessen bin.

Er goss gekonnt den Sekt in die Gläser und setzte sich dann neben mich auf das Sofa, ohne mich dabei zu berühren. Dann nahm er beide Gläser vom Tisch, hielt mir eines hin, das ich ihm dann auch gleich aus der Hand nahm, und wandte sich lächelnd mir zu. Er fragte: „So, auf was wollen wir trinken?“

Ich sah ihn nicht an, sondern starrte mein Glas an, das ich wohl ziemlich verkrampft hielt und zuckte nur mit den Schultern.

Trinken wir auf unser Kennenlernen und auf das, was noch kommen möge.“, sagte er und hielt mir sein Glas hin. Ich hob mein Glas und stieß mit ihm an, dann nippte ich vorsichtig an dem Sekt, während ich einige Bilder an der Wand uns gegenüber betrachtete, die Motive von schönen Skulpturen zeigten, die wohl afrikanischen Ursprungs waren. [……]


Forsetzung folgt…. 🙂

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